Da sitz ich nun und so auf die Schnelle find ich fast keine passenden Worte!
Ich fang mal mit den Tatsachen an:
Heute werde ich noch einen recht stressigen Tag haben, denn gleich, wenn ich hier fertig bin, werde ich anfangen zu packen.
Wir fahren 14 Tage weg. Das erste Mal Weihnachten und Silvester nicht zu Hause! Jedes Jahr hab ich eigentlich gemeckert: Immer dieses Weihnachten, der Stress mit allem, und überhaupt! Und nun, da es dieses Jahr so ganz anders ist, fehlt es mir jetzt schon richtig! Kein Christbaum! Es sind doch schon sehr schöne Erinnerungen daran, wie wir mit den Kindern den Baum geschückt haben, die letzten Jahre! Ich hab mir das erst im Sommer auf Video angesehen, als die beiden noch etwas kleiner waren, wie teilweise tollpatschig sie waren und was für niedliche Kommentare dabei entstanden sind!
Na,ja! Sicher wird es dieses Jahr auch wieder sehr schön, vorallem sehr, sehr ruhig.
Da ich also ab heute Abend, in diesem Jahr, hier nicht mehr anwesend sein werde, möchte ich schon jetzt etwas loswerden:
Ich bin so dankbar, für die vielen neuen Freunde, die ich hier gefunden habe! Ja, Ihr seid gemeint! Ich möchte hier jetzt nicht jeden persönlich mit Namen ansprechen (hinterher vergess ich noch jemanden! *gg*), aber ich denke die richtigen fühlen sich angesprochen!
Ich wünsche Euch allen, ein wirklich schönes, besinnliches Weihnachtsfest! Mit viel Freude im Herzen und Zuversicht!
Einen guten Start ins Jahr 2008 , macht was draus, strengt Euch an, es lohnt sich immer wieder auf's Neue!
Ich hoffe wir "lesen" uns, alle froh und munter, wieder ab 6.Januar 2008! Passt auf Euch auf, denn die vielen Schutzengel wollen wir ja nicht überstrapazieren! *g*
Kunde: Dieser Füller, der schreibt ja gar nicht richtig.
Bölkendorf: Nein, nein, das sind Taschenlampen.
Reporter: Die Geschenkboutique Killefit ist für viele Verzweifelte DIE
letzte Anlaufstelle, um quasi noch in letzter Minute die Blamage zu
verhindern zum Geburtstag, zum Jubiläum oder zu Weihnachten, ohne
originelles Präsent dazustehen. Und das muß wirklich nicht sein,
angesichts voller Regale, in denen es von lustigen wie nützlichen
Aufmerksamkeiten nur so wimmelt. Besonder apart hier zum Beispiel, ein
Feuerlöscher als Badethermometer oder auch eine Zapfsäule, die als
Sparschwein dient...
Bölkendorf: Nein, die Schweine sind alles Aschenbecher.
Reporter: Ja und da hörten Sie auch schon die Stimme von Geschäftsführer
Dieter Bölkendorf, der uns jetzt einmal durch sein Sortiment an
Geschenkartikeln führen wird. Herr Bölkendorf, Schnapsflaschen als
Feuerzeuge, Anspitzer als Klorollen oder aber Füllfederhalter in Form
von Blecheimern, was sind denn die Verkaufsrenner bei Ihnen?
Bölkendorf: Also im Moment ganz klar die Steingutkatzen als
Schirmständer und natürlich immer die Cocktailstäbe in Form eines
Briefkastens.
Reporter: Nun sehe ich aber auch Briefkästen als Anspitzer?
Bölkendorf: Nein, das sind überwiegend Spardosen.
Reporter: ...die es auch in Gestalt von Zapfsaulen gibt?
Bölkendorf: ...oder eben als Feuerzeuge in Form von Briefbeschwerern.
Reporter: Ja, aber stellen sich nicht gerade die Briefbeschwerer, wenn
man sie benutzen will, als Feuerlöscher heraus?
Bölkendorf: Nein. Was Sie meinen sind die Feuerzeuge als Anspitzer oder
als Klorolle. Die Briefbeschwerer sind die Porzellanaffen und die
Schirmständer.
Reporter: Aber im Vorgespräch sagten Sie mir doch, die Porzellanaffen
seien Aschenbecher?
Bölkendorf: Was ich gesacht habe war, daß alle Schweine Aschenbecher
sind. Aber das heißt noch lange nicht, daß alle Aschenbecher Schweine
sind. Das können auch die Kloschüsseln sein, wenn das nicht Anspitzer
sind, also jetzt in Form von Feuerlöschern.
Reporter: ... oder eben Blumenvasen?
Bölkendorf: Nein. Blumenvasen haben wir nur als Schnapsflaschen oder
Briefkästen.
Reporter: Herr Bölkendorf, kann man denn generell sagen, daß es keine
Schnapsflaschen als Spardosen oder Aschenbecher gibt?
Bölkendorf: Was Sie meinen sind Notizzettelblocks in Form von
Porzellanaffen. Die Anspitzer sind Feuerlöscher.
Reporter: Jetzt weichen Sie aber aus. Vorhin waren die Zapfsäulen noch
Anspitzer.
Bölkendorf: Genau, aber eben in Form von Briefkästen als Klorolle. Die
sind nur als Briefbeschwerer Anspitzer.
Reporter: Äh die Klorollen?
Bölkendorf: Nein die Briefkästen, ähw die Feuerlöscher. Mein Gott jetzt
bringen Sie mich schon ganz durcheinander hier.
Reporter: Ja dann lassen wir das mal so stehen. Herr Bölkendorf, wohin
geht denn nun der neuste Trend?
Bölkendorf: Äh also die Wünsche unserer Kundschaft werden immer
ausgefallener, nich. Immer extremer. Der letzte Schrei, damit kommen wir
jetzt im Weihnachtsgeschäft ganz groß raus, is eine Lampe in Form einer
Lampe. Und jetzt kommen Sie.
Reporter: Oh ha. Ausgefallene Geschenke in letzter Minute. Hier in der
Geschenkboutique Killefit gibt's für jeden etwas und damit zurück ins
Funkhaus.
Klein Fritzchen geht vor dem Heiligen Abend in die Kirche und macht sich
an der dort aufgestellten Weihnachtskrippe zu schaffen. Der Pfarrer beobachtet ihn
umbemerkt dabei, sagt aber nichts. Nachdem Fritzchen wieder gegangen ist, schaut sich der
Pfarrer die Krippe an und stellt fest, daß Fritzchen den Josef mitgenommen hat. Am
nächsten Tag erscheint Fritzchen wieder in der Kirche. Er geht wieder zur Krippe und
nimmt etwas weg. Der Pfarrer beobachtet ihn, sagt aber wieder nichts. Nachdem Fritzchen
wieder gegangen ist, schaut sich der Pfarrer die Krippe an und stellt fest, daß Fritzchen
die Heilige Mutter Maria mitgenommen hat. Jetzt wird´s dem Pfarrer aber zu bunt und er
beschließt, Fritzchen am nächsten Tag auf frischer Tat zu ertappen. Am nächsten Tag
kommt Fritzchen wieder, geht zur Krippe, nimmt allerdings nichts weg sondern legt einen
Brief in die Krippe. Der Pfarrer beobachtet dies wieder und wartet erst einmal ab.
Fritzchen geht wieder. Der Pfarrer geht zur Krippe, nimmt den Brief und öffnet ihn. Darin
steht geschrieben: Liebes Christkind! Wenn Du mir dieses Jahr wieder kein Mountainbike zu
Weihnachten schenkst, siehst Du Deine Eltern nie wieder!
Weihnachtsglocken sanft erklingen,
Licht erhellt die Dunkelheit.
Engel frohe Botschaft bringen,
Welch eine gnadenreiche Zeit!
Du Menschenkind halt' einmal inne,
Schöpfe Luft im Alltagstrott,
Werde ruhig und beginne
Zu hören auf ein leises Wort:
Gib die Weihnachtsfreude weiter,
An die, die noch im Dunkeln steh'n,
Sei den Schwachen ein Begleiter,
So wirst du Gottes Wunder seh'n!
von Hugo Pohl
Ich hoffe Ihr hattet alle einen schönen Sonntag! Nun ist es nur noch eine Woche bis zum Fest und 14 Tage bis zum Neuen Jahr! Eben noch, so kommt's mir vor, hat 2007 begonnen schon ist es wieder vorbei!
Ich wünsche Euch eine ruhige letzte (Arbeits?-)Woche, lasst Euch nicht irre machen, genießen wir doch einfach die Vorfreude!
Lange, lange, lange hab ich nun mit mir gerungen: Eine digitale Spiegelreflex oder doch lieber eine einfache Kamera? Seit ca. 4 Jahren hab ich nur noch mit so kleinen Kameras fotografiert, aber es fehlte mir doch immer etwas. Keine Frage: Die neuen kleinen "Dinger" sind doch sehr praktisch, passen sogar in die Hosentasche!
Seit Mittwoch schlepp ich nun wieder ein gutes Pfund EOS 400 D mit mir herum! Juhu! Mein Nacken wird sich wieder dran gewöhnen müssen, aber es macht soooo viel Spaß! Endlich kann ich wieder vieles umsetzen, was eben mit den Minis nicht geht! Man wird mich also öfters wieder mit Stativ und Fototasche durch die Gegend schleichen sehen. Gestern hab ich schon mal aus Langeweile im Wohnzimmer herum fotografiert *g* Sowas kommt dabei im RAW Format raus:
I woass net, ob dö G'schicht ihr kennt,
sie hat sich ab'gspielt im Advent.
I les euch vor, weils mir fallt ei,
d'Leut sog'n, dös soll wahr g'wen sein.
Da is a alts Muatterl gwesen,
alloa in ihra Stub'n drinn gsessn,
und hat sich so Gedank'n g'macht
was s'Christkind früher ihr hat bracht.
Ja ja, hat's gsagt, dös war'n no Zeit'n
da kunnt ma allerhand bestreit'n
jetzt bin i arm und alt dazua
und hab a kaum zum Essen gnua.
Wia's so da sitzt und überlegt,
hat sie sich einen Plan ausgheckt.
S'Christkind beschenkt doch alle Leit,
jedes Jahr zur Weihnachtszeit,
wia war's, wenn i eam schreib'n tät,
daß i a große Bitt no hätt.
Vielleicht macht's mir no de Freid,
grad heuer in der Weihnachtszeit.
Sie holt sich Bleistift und Papier
aus der Schublad schnell herfür.
Setzt sich an den Tisch sodann
und fangt wia folgt zu schreiben an:
Liebes Christkind, schreibt's mit'm Stift
auf das Papier als Überschrift.
Du bist allmächtig und sehr stark,
schick mir doch bitte 100 Mark!
Erfüll die Bitte einer Armen,
i wünsch an Mantel mir, an warmen.
Wann i dös Geld hätt, war dös schee,
kannt i zum Mantel kaufa geh.
I brauch'n wirklich schon sehr bald,
denn drauss'n ist es bitterkalt.
Hochachtungsvoll hat sie zuletzt
vor ihrem Namen druntergesetzt.
Den Briefumschlag hat's ungeniert
an das Christkind adressiert.
Den Absender auf d'andere Seit,
dös war von großer Wichtigkeit.
Sie tuat den Brieaf in Umschlag nei
und is zum Kast'n grennt a glei.
Nachdem dös alles war gescheh'n,
sah man sie froh nach Hause gehn.
Der Postler von dem Postamt acht
hat koane schlechten Augen g'macht.
So momentan is baff er g'wen,
wia er den Brieaf ans Christkind g'segn.
Des is eam ja no nia passiert,
a Brieaf an's Christkind adressiert.
Er hat sehr lange nachgedacht
und dann den Umschlag aufgemacht.
Als er den Inhalt überblickt,
den Brieaf er an's Finanzamt schickt.
Der Beamte von dera Stell
Öffnet den Brieaf sehr schnell.
Nachdem dös Schreib'n er durchgeles'n
war der Fall ihm klar gewes'n:
Man muaß ihr helfn, des is g'wiß,
schon deshalb, weil bald Weihnacht' is.
Die Kollegen von sei'm Amt,
haben mitg'macht allesamt.
Er braucht da gar net lang zu frag'n
jeder hat was beigetrag'n.
Und wias am Schluß dann festgstellt ham,
war'n 63 Mark beisamm.
Den Betrag nun ganz genau
überwies'n sie der alten Frau.
Die Freud vom Muatterl war sehr groß
darüber Tränen sie vergoß.
Jetzt konnte sie den Mantel kaufn
und braucht nicht mehr ohne lauf'n,
und aus innerer Dankespflicht
hats's no an Brieaf an's Christkind g'richt.
Dös hat sie sich net nemma lass'n,
sie schrieb daher folgendermaßn:
Für die hundert Mark dank' i' dir,
du hast da sehr geholf'n mir.
Doch wenn i'wieder um Geld dich bitt,
so schick mir's doch über's Finanzamt nit,
mit dene is des fei a Gfrett,
solche Lump'n trau i net,
von dene 100 Mark, s'is net derlog'n,
hams 37ge abgezogn.
Ich wünsche mir einen langen Tag ganz ohne alle Uhren
und auch Erwachsene, die nicht stets auf Termine luren.
Ich wünsch mir Papa mit viel Zeit
für mich und meine Fragen
und dass Erwachsne nicht so oft nur jammern oder klagen.
Ich wünsch mir, dass man mich mal fragt, warum ich manchmal weine.
Ich wünsch mir, dass man mir mal sagt:
"Ich mag Dich, meine Kleine!"
Ich wünsch mir, dass man nicht stets mahnt:
"Nicht jetzt, denk doch an
später!"
Ich wünsch mir, dass ich ich sein darf
und nicht ein "man" und
"jeder".
Ich wünsch mir Lehrer mit Humor und solche,
die gern lachen.
Dass ich nicht nur gescheit sein muss, mal träumen darf im Wachen.
Frohe Gesichter um mich rum, die nicht im Alter rosten.
Bekomm die Wünsche ich erfüllt?
Wohl kaum, weil sie nichts kosten!
Arbeitsorganisationsrichtlinien über die Handhabung und Verwendung
von Nadelbäumen kleineren und mittleren Wuchses, die in Diensträumen Verwendung
als Dienstweihnachtsbäume finden (ArbOrgRichtl. Dwbm, Fassung vom 01. Dezember
1980):
§1 Dienstweihnachtsbäume
Dienstweihnachtsbäume (Dwbm) sind Weihnachtsbäume
natürlichen Ursprungs oder natürlichen Bäumen nachgebildete Weihnachtsbäume,
die zur Weihnachtszeit in Diensträumen aufgestellt werden.
§2 Aufstellen von Dwbm
Dienstweihnachtsbäume dürfen nur von sachkundigem Personal
nach Anweisung des unmittelbaren Vorgesetzten aufgestellt werden.
Dieser hat darauf zu achten, dass:
1.der
Dwbm mit seinem unteren, der Spitze entgegengesetzten Ende, in einen zur
Aufnahme von Baumenden geeigneten Halter eingebracht und befestigt wird,
2.der
Dwbm in der Haltevorrichtung derart verkeilt wird, dass er senkrecht steht (in
schwierigen Fällen ist ein zweiter Beamter hinzuziehen, der die
Senkrechtstellung überwacht, bzw. durch Zurufe wie mehr links, mehr rechts usw.
korrigiert),
3.im
Unfallbereich des Dwbm keine zerbrechlichen oder durch umfallende DwBm in ihrer
Funktion zu beeinträchtigenden Anlagen vorhanden sind.
§3 Behandlung der Beleuchtung
Die Dwbm sind mit weihnachtlichem Behang nach Maßgabe des
Betriebsleiters zu versehen. Weihnachtsbaumbeleuchtungen, deren Leuchtwirkung
auf dem Verbrennen eines Brennstoffs mit Flammenwirkung beruht (sog. Kerzen),
dürfen nur Verwendung finden, wenn die Bediensteten über die Gefahren von
Feuerbrünsten hinreichend unterrichtet sind und während der Brennzeit der
Beleuchtungskörper ein in der Feuerbekämpfung unterwiesener Beamter mit
Feuerlöscher bereitsteht.
§4 Aufführen von Krippenspielen und Absingen von Weihnachtsliedern
In Dienststellen mit ausreichendem Personal können
Krippenspiele unter Leitung eines erfahrenen Vorgesetzten zur Aufführung
gelangen. Zur Besetzung sind folgende in der Personalplanung vorzusehende
Personen notwendig:
Maria: möglichst weibliche Beamtin oder ähnliche
Person
Josef: älterer Beamter mit Bart
Kind: kleinwüchsiger Beamter oder Auszubildender
Esel und Schafe: geeignete Beamte aus verschiedenen
Laufbahnen
Heilige Drei Könige: sehr religiöse Beamte
Zum Absingen von Weihnachtsliedern stellen sich die
Bediensteten unter Anleitung eines Vorgesetzten ganz zwanglos nach Dienstgraden
geordnet um den Dwbm auf. Eventuell vorhandene Weihnachtsgeschenke können bei
dieser Gelegenheit durch den Vorgesetzen in Gestalt eines Weihnachtsmannes an
die Untergebenen verteilt werden.
Wir bitten, vorgenannte Richtlinie in geeigneter Weise in
den jeweiligen Zuständigkeitsbereichen bekannt zu geben.
Die verfassungsmäßigen Rechte des Bundesrates sind gewahrt.
Jetzt geht's also wieder auf Weihnachten zua,
Und auf Weihnachten gibt's z'dro denka grad gnua:
Wenn i an Weihnachtn denk,
dann denk i ans Geschenk
für Frau und Verwandte
und für guate Bekannte,
ans Stadtrumlaufa
ans Christbaumkaufa
ans Platzlbacha.
Ans Kartnschreibn,
ja nix schuldig bleibn,
an Rekalmeglanz,
an'd Festagsgans,
drei freie Tag,
voll Entsetzen an d'Waag,
wenn mei Gwicht nimmer stimmt,
wia ma ab wieder nimmt.
Und, mein Gott, für d'Maria, von de Nachbarn as Kind
muaß i schaugn, ob i no a Kloanigkeit find,
Maria? - Kind? - Gott? - da is ma grad so,
als waar da an Weihnachtn was anders no dro!
A Weihnachtsg´schenk brauchast,
was kaufst denn bloß ei´?
I wissat fei scho´was, ganz billig daat´s sei! Des konnst aa ned kaufa
und rennst no so weit,
dafür macht´s an jed´n
a b´sondere Freid!
Für´n Vatern a Dankschön
waar gar ned verkehrt,
dafür, daß er fleißig
d´ Familie ernährt!
A Lob dann für d´Muatter,
weil´s ganz ohne Geld
bloß schuft, daß eich guad geht
und neahmand was fehlt!
Für d´Kinder, wenn´s geh´daat,
a weng mehra Zeit,
a bißerl Verständnis für ältere Leit!
Für andere öfters
a freindliche `Red, an Gruaß und a Lächeln,
so schwaar waar des ned!
Des oiß kost koan Pfennig,
a Freid macht´s bestimmt;
drum schenk´s ned bloß dann her,
wenn´s Christkindl kimmt!
- 8. Dezember
Es hat angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr. Meine Frau und
ich haben unsere Cocktails genommen, sind stundenlang am Fenster gesessen und
haben zugesehen wie riesige, weisse Flocken vom Himmel herunterschweben. Es sah
aus wie im Märchen. So romantisch - wir fühlten uns wie frisch verheiratet. Ich
liebe Schnee. 9. Dezember
Als wir wach wurden, hatte eine riesige, wunderschöne Decke aus weissem Schnee
jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt. Was für ein phantastischer Anblick!
Kann es einen schöneren Platz auf der Welt geben? Hierher zu ziehen war die
beste Idee, die ich je in meinem Leben hatte. Habe zum ersten Mal seit Jahren
wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich wieder wie ein kleiner Junge. Habe
die Einfahrt und den Bürgersteig freigeschaufelt. Heute Nachmittag kam der Schneepflug
vorbei und hat den Bürgersteig und die Einfahrt wieder zugeschoben, also holte
ich die Schaufel wieder raus. Was für ein tolles Leben!
12. Dezember
Die Sonne hat unseren ganzen schönen Schnee geschmolzen. Was für eine
Enttäuschung. Mein Nachbar sagt, dass ich mir keine Sorgen machen soll, wir
werden definitiv eine weisse Weihnacht haben. Kein Schnee zu Weihnachten wäre
schrecklich! Bob sagt, dass wir bis zum Jahresende so
viel Schnee haben werden, dass ich nie wieder Schnee sehen will. Ich glaube nicht,
dass das möglich ist. Bob ist sehr nett - ich bin froh, dass er unser Nachbar
ist.
14. Dezember
Schnee, wundervoller Schnee! 30 cm letzte Nacht. Die Temperatur ist auf -20
Grad gesunken. Die Kälte lässt alles glitzern. Der Wind nahm mir den Atem, aber
ich habe mich beim Schaufeln aufgewärmt. Das ist das Leben! Der Schneepflug kam
heute Nachmittag zurück und hat wieder alles
zugeschoben. Mir war nicht klar, dass ich soviel würde schaufeln müssen, aber
so komme ich wieder in Form. Wünschte ich würde nicht so Pusten und Schnaufen.
15. Dezember
60 cm Vorhersage. Habe meinen Kombi verscheuert und einen Jeep gekauft. Und
Winterreifen für das Auto meiner Frau und zwei Extra-Schaufeln. Habe den
Kühlschrank aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen, falls der Strom
ausfällt. Das ist lächerlich - schliesslich sind wir nicht in Alaska.
16. Dezember
Eissturm heute Morgen. Bin in der Einfahrt auf den Arsch gefallen, als ich Salz
streuen wollte. Tut höllisch weh. Meine Frau hat eine Stunde gelacht. Das finde
ich ziemlich grausam.
17. Dezember
Immer noch weit unter Null. Die Strassen sind zu vereist, um irgendwohin zu
kommen. Der Strom war 5 Stunden weg. Musste mich in Decken wickeln, um nicht zu
erfrieren. Kein Fernseher. Nichts zu tun als meine Frau anzustarren und zu
versuchen, sie zu irritieren. Glaube, wir hätten einen Holzofen kaufen sollen,
würde das aber nie zugeben. Ich hasse es, wenn sie recht hat! Ich hasse es, in
meinen eigenen Wohnzimmer zu erfrieren!
20. Dezember
Der Strom ist wieder da, aber noch mal 40 cm von dem verdammten Zeug letzte
Nacht! Noch mehr schaufeln. Hat den ganzen Tag gedauert. Der beschissene
Schneepflug kam zweimal vorbei. Habe versucht eines der Nachbarskinder zum
Schaufeln zu überreden. Aber die sagen, sie hätten keine Zeit, weil sie Hockey
spielen müssen. Ich glaube, dass die lügen. Wollte eine Schneefräse im Baumarkt
kaufen. Die hatten keine mehr.
Kriegen erst im März wieder welche rein. Ich glaube, dass die lügen. Bob sagt,
dass ich schaufeln muss oder die Stadt macht es und schickt mir die Rechnung.
Ich glaube, dass er lügt.
22. Dezember
Bob hatte recht mit weisser Weihnacht, weil heute Nacht noch mal 30 cm von dem
weissen Zeug gefallen ist und es ist so kalt, dass es bis August nicht
schmelzen wird. Es hat 45 Minuten gedauert, bis ich fertig angezogen war zum
Schaufeln und dann musste ich pinkeln. Als ich mich schliesslich ausgezogen,
gepinkelt und wieder angezogen hatte, war ich zu müde zum Schaufeln. Habe
versucht für den Rest des Winters Bob anzuheuern, der eine Schneefräse an seinem
Lastwagen hat, aber er sagt, dass er zu viel zu tun hat. Ich glaube, dass der
Idiot lügt.
23. Dezember
Nur 10 cm Schnee heute. Und es hat sich auf 0 Grad erwärmt. Meine Frau wollte,
dass ich heute das Haus dekoriere. Ist die bekloppt? Ich habe keine Zeit - ich
muss SCHAUFELN!!! Warum hat sie es mir nicht schon vor einem Monat gesagt? Sie
sagt, sie hat, aber ich glaube, dass sie lügt.
24. Dezember
20 Zentimeter. Der Schnee ist vom Schneepflug so fest zusammengeschoben, dass
ich die Schaufel abgebrochen habe. Dachte ich kriege einen Herzanfall. Falls
ich jemals den Arsch kriege, der den Schneepflug fährt, ziehe ich ihn an seinen
Eiern durch den Schnee. Ich weiss genau, dass er
sich hinter der Ecke versteckt und wartet bis ich mit dem Schaufeln fertig bin.
Und dann kommt er mit 150 km/h die Strasse runtergerast und wirft tonnenweise
Schnee auf die Stelle, wo ich gerade war. Heute Nacht wollte meine Frau mit mir
Weihnachtslieder singen und Geschenke auspacken,
aber ich hatte keine Zeit. Musste nach dem Schneepflug Ausschau halten. 25.
Dezember
Frohe Weihnachten. 60 Zentimeter mehr von der !*?#@$. Eingeschneit. Der Gedanke
an Schneeschaufeln lässt mein Blut kochen. Gott, ich hasse Schnee! Dann kam der
Schneepflugfahrer vorbei und hat nach einer Spende gefragt. Ich hab ihm meine
Schaufel über den Kopf gezogen. Meine Frau sagt, dass ich schlechte Manieren
habe. Ich glaube, dass sie eine
Idiotin ist. Wenn ich mir noch einmal Wolfgang Petry anhören muss, werde ich
sie umbringen.
26. Dezember
Immer noch eingeschneit. Warum um alles in der Welt sind wir hierher gezogen?
Es war alles IHRE Idee. Sie geht mir echt auf die Nerven.
27. Dezember
Die Temperatur ist auf -30 Grad gefallen und die Wasserrohre sind
eingefroren.
28. Dezember
Es hat sich auf -5 Grad erwärmt. Immer noch eingeschneit. DIE ALTE MACHT MICH
VERRÜCKT!!!
29. Dezember
Noch mal 30 Zentimeter. Bob sagt, dass ich das Dach freischaufeln muss, oder es
wird einstürzen. Das ist das Dämlichste was ich je gehört habe. Für wie blöd
hält der mich eigentlich?
30. Dezember
Das Dach ist eingestürzt. Der Schneepflugfahrer verklagt mich auf 50.000€
Schmerzensgeld. Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren. 25 Zentimeter
vorhergesagt.
31. Dezember
Habe den Rest vom Haus angezündet. Nie mehr Schaufeln!
8. Januar
Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben. Aber
warum bin ich ans Bett gefesselt?
Was lege ich zum Weihnachtsfest
wohl allen unter’m Baum?
Dieser Gedanke setzt sich fest
und folgt mir in den Traum.
Für jeden eine Kleinigkeit,
und Freude soll sie machen.
Was soll es sein, wo find’ ich sie
unter all’ den vielen Sachen.
Ich geh’ durch die Straßen uns’rer Stadt -
nach Ruhe strebt mein Sinn,
weil ich vom Suchen müd’ und matt
und völlig lustlos bin.
Ich bin erschöpft, mein Kopf ist leer,
ich kann an nichts mehr denken,
sag’ einer mir, ich bitte sehr,
WAS sollen wir uns schenken?
Ich setze mich auf eine Bank
im Kaufhaus irgendwo
und seufze leise: Gott sei Dank,
und bin von Herzen froh,
daß meine Füße Ruhe haben -
ich lehne mich zurück
und alle Geschenke, alle Gaben
entrücken Stück um Stück.
„Darf ich“? höre ich da fragen,
vor mir steht eine alte Frau.
„Ja bitte“, höre ich mich sagen,
und sehe ganz genau,
daß ihre Heimat weit von hier,
sie blickt mich freundlich an,
traurig ist sie, so denk’ ich mir,
da frag’ ich irgendwann:
„Wohnen sie hier in dieser Stadt?“
„Ja, kurze Zeit“ kommt es zurück
Ob sie wohl Mann und Kinder hat,
denk’ ich im Augenblick.
Welch’ Schicksal sie ihr eigen nennt?
Woher mag sie wohl kommen,
hierher, wo wenige sie kennt,
mein Herz ist arg beklommen.
„Ich allein, mein Mann schon tot,
Kinder weit, weit fort,
geht mir nicht schlecht, hab’ keine Not,
aber so fremd ist dieser Ort“
Ihre Stimme war sehr leis’
und schlecht das Deutsch ist klar,
Sie vermisst die Heimat, ja, ich weiß,
Tag für Tag und Jahr für Jahr.
Das Sprechen fällt uns beiden schwer,
wir wurden beide still -
Menschen hasten hin und her -
Sie hat mein Mitgefühl.
Ein Lächeln huscht durch ihr Gesicht,
dann steht sie auf, gibt mir die Hand,
„Ein gutes Fest“ mehr sagt sie nicht,
für mich war’s viel, denn ich verstand:
Darum will ein Paket ich machen
für uns alle Groß und Klein,
hinein geb’ ich ganz viele Sachen,
damit man kann zufrieden sein:
Verständnis, Vertrauen und ganz viel Zeit,
Rücksicht und ein offenes Ohr,
Geborgenheit, Gemeinsamkeit,
ein Lächeln öffnet Tür und Tor.
Und wem sie fehlt, will ich sie schenken,
ein bisschen Heimat, ich bin für euch da,
und unter’m Tannenbaum sollen wir denken:
Das sind Geschenke für’s ganze Jahr!
Wir Großen brauchen doch nicht mehr,
zu satt sind wir von all’ den Dingen,
sie können kurze Zeit, nicht mehr
uns echte Herzensfreude bringen!
Die alte Frau aus fremdem Land
kommt oft mir in den Sinn -
im Gedanken reich’ ich ihr die Hand,
bin dankbar, daß ich geborgen bin!